Archive for September 2009

Berlin, Berlin

September 27, 2009

Nach einer Horrorfahrt nach Berlin, für die wir 10 Stunden gebraucht haben, habe ich den gestrigen Tag überwiegend mit Hollywoodschaukeln und gammeln verbracht. Aber heute ging es dann das erste mal auf Erkundungstour durch Berlin.

Nach einigen Verwirrungen habe ich dann doch irgendwie mit der S-Bahn zum „Gesundbrunnen“ gefunden, wo ich mich mit einem alten Freund treffen wollte. Dort mußte ich dann erstmal feststellen, daß mein Handy irgendwie spinnt. Der Akku war schon ziemlich runter Ladekabel liegt natürlich daheim auf dem Schreibtisch und ich konnte weder Anrufe tätigen, noch SMS schreiben.  Zum Glück gibt es in Berlin noch Telefonzellen, die auch Kleingeld nehmen und nicht nur Telefonkarten und war somit doch noch in der Lage Bescheid zu sagen, daß ich gelandet bin und abgeholt werden möchte.

Gerade als ich von meinem Handyproblem erzählte, liefen wir zufällig an einem türkischen „Handy-Shop“ vorbei, der zum Glück auch Sonntags auf hat. Innerhalb 5 Minuten war somit mein Akkuproblem mit einem neuen Ladekabel für 5 Euro zumindest teilweise gelöst.

DAS ist BERLIN… es gibt keine Probleme die nicht sofort gelöst werden können!!!!

Nach einer kleinen Kaffeepause ging es dann gleich weiter zum Mauerpark, wo einiges los war. Freiluftkaraoke, Konzertbühne, Flohmarkt, Mauersprayer und lauter bunte, schrille und coole Leute gab es hier zu sehen.

Mauer Spray 1

Jetzt sitze ich hier gerade in einer urigen Altbauwohnung mitten AUF DEM Prenzlauer Berg  und trinke in Ruhe ein Käffchen und freue mich darüber, endlich einen Internetanschluss gefunden zu haben.

Kleiner Tipp am Rande: NIE mit einem BERLINER darüber diskutieren, ob es nun AUF DEM Prenzlauer Berg heißt, oder IN Prenzlauer Berg. Mir doch egal! Berg ist Berg… also AUF DEM…! Genau so unnötig ist es, einem BERLINER die Unterschiede zwischen Schwäbisch, Badisch und Hessisch  bei bringen zu wollen… Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, als Schwabe tituliert zu werden!

Später geht es dann noch weiter nach Neukölln zum Hähnchen essen. Ich habe mir sagen lassen, da gibt es die besten Hähnchen der Welt!

Ich bin dann mal weg…

September 24, 2009

Der Proviant für die Fahrt ist besorgt Brot, Käse, Würstchen, Trauben, Tomaten, Ostereier, Prinzenrolle, Gummibärchen, Duplos, Nestle Crisp Schoki,… , der Futterplan für den Katzensitter ist erstellt die Fische im Aquarium dienen NICHT als Katzenfutter!, das Köfferchen ist gepackt ob mir zwei paar Schuhe wirklich reichen?  und wenn alles gut geht, bin ich Morgen um diese Zeit schon in ….

Pferde

Na, wer weiß wo es hin geht?! 😀

Bis Mittwoch dürfte es hier also ziemlich ruhig sein, denn mein Laptop muß leider zu Hause bleiben…

Dancing in the Streets..

September 22, 2009

Beim sonntäglichen Spaziergang durch die Karlsruher Südwest-Stadt landeten wir zufällig auf dem „Klauprechtsraßenfest“. Nur ein paar Festbänke waren vor der Pizzaria aufgebaut und ich war etwas skeptisch, als dann auf einmal einige Rentner mit Trommeln und Blasinstrumenten anmarschierten.

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Ich war dann allerdings doch recht überrascht, wie schnell die alten Herren  alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten die waren ja auch nicht wirklich zu überhören.  Sie verbreiteten soviel gute Laune, daß es einige Festbesucher irendwann nicht mehr auf ihren Plätzen hielt und sie anfingen zu Tanzen und zu springen.

Später fand ich heraus, daß der „Rentnerverein“ extra aus Italien angereist war, da das Fest unter dem Motto „Europa im Doppelpack“ lief. Sowas sieht man wirklich nur selten in Karlsruhe und wenn, dann nur zur Faschingszeit, nach fortgeschrittenen Alkoholkonsum, aber der südländische Einfluss hat wirklich die ganze Straße zum Tanzen gebracht…

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Neue Mitbewohner

September 19, 2009

Mieze Maja war leicht irritiert, als ich mit einer Kölle Zoo Tüte vom  Einkaufen zurück kam,  und sich darin kein Katzenfutter oder Leckerlies und noch nicht einmal Catsan befand, sondern zwei mit Wasser gefüllte Beutel.

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Der wuselnde Inhalt der Beutel machte Madam zwar recht neugierig, aber sie zog es dann doch vor, sich nicht die Pfoten nass zu machen und trottete wieder davon.

Nachdem ich ungefähr 45 Minuten lang die neuen Mitbewohner an das neue Aquariumwasser gewöhnt hatte (alle 5 min wird ein Schnapsglas mit Auqariumwasser in den Transportbeutel hinzu geben), war es dann endlich soweit: 5 neue Spielkammeraden für Armano nahmen ihr neues Territorium in Beschlag und freundeten sich auch sofort mit den Schnecko’s an.

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Es gibt da aber noch einen anderen neuen Mitbewohner, an dem ich im Kölle Zoo einfach nicht vorbei gehen konnte, ohne ihn zu adoptieren. Darf ich vorstellen:

BRUCE LEE

der neue siamesische Kronprinz des heimische Aquariums!!!

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OK, einen siamesischen Kampffisch nach einem chinesischen Schauspieler zu benennen, ist zwar grenzgängig, aber wir wollen ja jetzt mal nicht kleinlich sein!

Wad? Wer bist du denn?!

September 17, 2009

Seit 1 1/2 Jahren habe ich nun mein Aquarium und mußte leider schon nach kurzer Zeit fest stellen, daß es mit Wasser rein, Fische kucken und ab und zu mal füttern nicht unbedingt getan ist.

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Mein eigentlicher Plan, daß die lieben Fische mit einer Gruppen Garnelen in friedlicher Eintracht zusammen leben, wurde recht schnell zerstört. Nach wenigen Wochen hatte ich schon mit einer extremen Pünktchenepidemie zu kämpfen, an deren Ende von 24 Fischen nur noch 6 übrig waren. Das hieß natürlich erstmal wieder neue Fische kaufen!

Nach und nach haben sich dann aber die Garnelen in die ewigen Fischjagdgründe verabschiedet. Erst verschwanden meine tollen blauen Tiegergarnelen, dann die Nashorngarnelen und irgendwann war auch keine Armanogarnele mehr zu sehen. Da ich meinen geliebten Kugelfisch Hanniball in verdacht hatte, da etwas nach geholfen zu haben, habe ich dann darauf verzichtet, neue Garnelen zu kaufen.

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In letzter Zeit wurde die Fischmannschaft dann Stück für Stück durch natürliche Auslese wieder kleiner. Da ich aber in den letzten Monaten mit einem hartnäckigen Algenteppich zu kämpfen hatte, habe ich erstmal darauf verzichtet, neue Fische zu kaufen.  8 Neons und 2 Lemon Ancistrus Welse  sind übrig geblieben und mitterlweile wohnen mehr Schnecken als Fische in meinem Aquarium! Soviel wieder zum Thema Schneckengeburtenkontrolle! Von daher traute ich meinen Augen kaum, als ich vorhin diesen einsamen Kammeraden entdeckt habe:

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„Wad? Wer bist du denn?!“ dachte ich so bei mir, denn die letzte Garnele wurde vor gut einem Jahr in meinem Auqarium gesichtet! Aber dieses Kerlchen scheint wirklich clever gewesen zu sein! Nachdem seine Sippe den Kampf mit Hanniball eindeutig verloren hatte, muß sich dieser kleine Schisser wohl die ganze Zeit in einem Atom- und Kugelfischsicheren Bunker versteckt haben. Und da der „böse“ Erbsendiktator mittlerweile abgetreten ist, kann Armano wieder erleichtert und putzmunter in aller Öffentlichkeit auf Futtersuche gehen…

Sommer ade…

September 16, 2009

Nachdem ich vor einer Woche noch  ein letztes Mal mein Mittagessen auf der Kantinen-Terrasse einnehmen konnte, hat sie mich in dieser Woche dann voll erwischt… die Herbst-Depression!!!

Eigentlich hatte ich ja vor einiger Zeit schon frühzeitig meinen Winterschlaf eingeläutet, aber das Wetter hat mich durch arglistige Täuschung dann doch noch einmal aus meiner Höhle gelockt. Na, das hab ich jetzt davon! Die Umstellung der Garderobe von Sommerleicht auf Wetterfest ist ja die eine Sache, aber alleine schon das morgendliche Anschalten des Autoscheinwerfers geht mir gewaltig gegen den Strich! Aber was noch schlimmer ist… im Büro kann ich so viel Kaffe trinken wie ich will  und meine dickste Strickjacke anziehen… ich friere trotzdem! Und das, obwohl das Termometer sagt, daß sich die Innentemperatur kein Stück verändert hat. Das kann ich einfach nicht glauben, 24 Grad fühlen sich normalerweise ganz anders an! Aber wahrscheinlich ist das ein psychologischer Effekt, denn unser idyllischer Panoramablick vom Bürofenster aus auf weite Felder und Berge wurde einfach ausgetauscht gegen eine dichte Nebelwand.

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Tja, da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als ab Morgen Lavendelino ( https://lavendelina.wordpress.com/2009/08/26/darf-ich-vorstellen ) mit ins Büro zu nehmen wäre ja nicht das erste Mal, um den Kältetod doch noch irgendwie zu entrinnen…

Oma-Tag

September 13, 2009

Da meine Oma nicht gerade um die Ecke wohnt, sonderm im 30km weit entfernten Bruchsal, ist das natürlich immer ein kleines Großereignis, wenn die liebe Oma zu Besuch kommt.

Der 1. Gang meiner Oma führt grundsätzlich zu den Blumenkästen auf der mütterlichen Terrasse. Da ist es auch egal, ob sie ihr Sonntagoutfit an hat oder nicht, alles was den blumigen Gesamteindruck stört wird erstmal abgezupft.

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Dann darf natürlich die große Tütenschnüffelrunde nicht fehlen. Meine Oma karrt Grundsätzlich immer so viele Sachen an, daß man denken könnte, es wäre schon Weihnachten. Wobei es auch nicht das 1. Mal wäre, wenn ich meine Weihnachtsgeschenke schon im September bekomme. Im Dezember gibt es aber dann Grundsätzlich auch nochmal was, weil sie bis dahin vergessen hat, daß sie schon das meiste vorab verschenkt hat.

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Das Highligt, neben den Weinbergschneckenhäusern und der Quitscheentschenseife, war dieses neue Haustier er heißt Leonardo und wohnt jetzt vorrübergehend in der Tiefkühltruhe:

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Da ihr ja schon gefragt habt, was ich mit dem ganzen Sushi machen will, kam ich spontan auf die Idee, das Zeug einfach meiner Oma anzudrehen bevor ich es noch an die Katze verfüttern muß.

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Natürlich habe ich mir noch überlegt, wie ich meiner 78jährigen Oma das neumodische Zeug am besten schmackhaft machen kann, aber das hätte ich mir echt sparen können.

O-Ton Oma: „Klar weiß ich was Sushi ist, ich bin ja nicht von Gestern!!!“

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Zack und weg waren die Makis im großmütterlichen Magen…!!!

Learning by doing…

September 13, 2009

Beim Einkaufen habe ich gestern ein schönes Stück Lachs und ein Ministück Tunfisch ergattert und konnte es mir nicht verkneifen, abends um halb 10 noch mit meiner 1. Sushi-Produktion zu beginnen.

Am Reis wäre ich ja beinahe schon verzweifelt. Da ich bei der Mengenangabe das Rohgewicht mit dem Fertiggewicht verwechselt habe und die komplette 500g-Packung in den Topf gehauen habe… ich habe noch nie so einen riesigen Berg Reis gesehen!

Dieser Reisberg mußte ja dann auch verarbeitet werden und so machte ich mich gleich an meine 1. Makirolle. Das Resultat sah dan allerdings so aus:

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Erst nach der 2. Wurst kam ich auf die Idee, mir die Rückseite der Noriblätter-Packung genau durch zu lesen und stellte fest, das man für die normalen Maki-Rolle nur ein halbes Blatt Nori benutzt…. uuups, und ich hatte mich schon gewundert, warum die Dinger so riesig werden. Wobei sie aufgeschnitten gar nicht mal so übel aussahen:

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Bei der Menge an Reis konnte ich mich ja nach Lust und Laune austoben und so schaute ich irgendwann schon gar nicht mehr auf das Rezept was ich ja eh die ganze Zeit nicht richtig getan hatte und experimentierte einfach ein bißchen rum. Folgende Variationen fanden dann den Weg auf die Servierplatte:

– normale Makis (Nori, Reis, Wasabi, Lachs/Tunfisch mit und ohne Lauchzwiebeln)

– scharfe Makis (Nori, Reis, Sambal Badjak, Lachs/Tunfisch)

– Pfeffer Makis ( Nori, Reis, Zitronenpfeffer, Lachs/Tunfisch)

– Sesam Makis ( Nori, Reis, gerösteter Sesam, Lachs/Tunfisch)

– div. Sushi-Schiffchen, Wuntertüten usw…

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Insgesamt hatte ich dann Nachts um halb 1 ungefähr 9 Maki-Würste (á ca. 8 Maki-Stückchen) und noch eine Handvoll Schiffchen fabriziert. Ich rechne jetzt lieber nicht nach, aber die Menge würde locker für ne mittelgroße Party reichen. Was die Form und die Gestaltung angeht, muß ich zwar noch ein bißchen üben wie kriegt man diesen verdammten Lachs dazu, daß er in der Mitte der Rolle bleibt?, aber Sushi machen bringt schon eine Menge Spaß mit sich…

Sonnenschutzmittel

September 13, 2009

So sieht das übrigens aus, wenn man sich an einem wunderschönen, sonnigen Sonntagmorgen mit dem Laptop auf die mütterliche Terrasse setzt:

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Meine Theorie dazu ist ja, das diese spiegelnden Laptopdisplays extra für die Arbeitgeber entwickelt wurden, damit die sicher gehen können, daß die lieben Mitarbeiter bei schönem Wetter nicht fluchtartig mit Laptop unter dem Arm das Büro verlassen, um vom Schwimmbad oder vom Park aus weiter zu arbeiten…

Lachstatar mit Crostini und Ziegenfrischkäse

September 10, 2009

Jaja, nachdem meine letzten Koch- und Backversuche so elendig gescheitert sind, habe ich heute mal etwas einfaches versucht. Sehr lecker als Snack zwischendurch oder als Vorspeise:

Lachstatar mit Crostini und Ziegenfrischkäse

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Zutaten für 1 Vorspeise für 2 Personen:

– 200g Räucherlachs

– 4 Blätter Salbei

– 4 Blätter Zitronenmelisse

– 6 Stängel Schnittlauch

– 8 Datteltomaten

– 1/4 Paprika gelb

– 1 Tl. Orangenmeerrettich

– 1 Pr. Orangenschalen

– Knoblauchöl

– Zitronensaft

– bunter Pfeffer

– Chilli, getrocknet oder frisch

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– Crostini

– Ziegenkäse (Chavroux)

– Holunderwein

Zubereitung:

Kräuter klein hacken. Lachs, Tomaten und Paprika klein würfeln. Alles zusammen in eine Schüssel geben und gut durchmischen. Orangenmeerrettich, Orangenschalen, ein Schuß Knoblauchöl und einen Spritzer Zitronensaft dazu geben. Mit Pfeffer und Chilli abschmecken… fertig!

Servieren mit Mini-Crostini, Chavroux und Holunderwein…

Na sowas, ich habe es überstanden ohne mir die Finger zu verbrennen und/oder abzuschneiden! daß ich mir tierisch auf die Backe gebissen habe, verschweige ich an dieser Stelle mal lieber…